Pfarreiengemeinschaft

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Burgkapelle St. Laurentius (Eigentum der Gemeinde Wolfsegg)

Die römisch-katholische Burgkapelle St. Laurentius gehört der Gemeinde Wolfsegg. Eine Nutzung erfolgt u.a. jährlich um St. Laurentius, dem 10. August durch die Pfarrei Christkönig Regelmäßig feiert dort auch die  Evangelisch-Lutherische Pfarrei Regenstauf-Lappersdorf Gottesdienst.
Die ehemalige Burgkapelle St. Laurentius stammt aus dem 14. Jahrhundert. 1508 erscheint sie erstmals in den Archiven und zwar als Marienkapelle, eine solche Widmung für eine Burgkapelle war durchaus ungewöhnlich. 1723 wird sie erstmals als Laurentiuskapelle erwähnt. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts erfolgten Umbauten.

Die Kapelle war die einzige Kirche in Wolfsegg, bis 1935/36 die Pfarrkirche Wolfsegg errichtet wurde. Aus den Rückerinnerungen von Pfarrer Franz Xaver Bäumler, dem damaligen Pfarrer von Duggendorf, anlässlich des 50 jährigen Gründungsjubiläums der Pfarrkuratie Wolfsegg, stammt ein Zitat von Diözesanbischof Dr. Michael Buchberger, als dieser die damalige Burgkapelle besichtigte: „Das ist ja ärmer als Bethlehem, da muss etwas geschehen!“
Heute ist das „erste“ Gotteshaus der Wolfsegger in einem sehr gepflegten Zustand, obwohl die Feuchtigkeit der an den Fels angebauten Kirche immer wieder zu schaffen macht.

Die ehemalige Burgkapelle steht auf gewachsenem Felsen am Südhang des Burgfelsens außerhalb der Burgmauern der Burg Wolfsegg. Die Kirche ist ein einschiffiger Saalbau mit Satteldach, das verputzte Türmchen ziert eine Zwiebelhaube. Über eine kleine Pforte in der Zwingmauer konnte sie von der Burg aus zur Herrschaftsempore, die jetzt nicht mehr vorhanden ist, betreten werden. Der Zugang zur Kirche erfolgt über den Rauchenberger Steig oder über den Kapellenweg von Norden her  ebenfalls vom Burgring ausgehend. Ein Abstieg von der Burg her über die Burggasse ist auch möglich.
Der Altar mit vier gewundenen Säulen stammt aus der Zeit um 1700. In der Kirche sind Holzfiguren des Hl. Sebastian und des Hl. Laurentius aufgestellt. Die Glocke stammt von 1798 und wird nach wie vor mit der Hand geläutet